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Wenn ich abends den Raum, wo meine Chins untergebracht sind, betrete, gucken sie immer fordernd durchs Gitter, laufen ungeduldig auf und ab und knabbern am Gitter, um Aufmerksamkeit zu erregen - "Wir haben Kohldampf!" scheinen sie mir sagen zu wollen. Sobald dann jeder seine Mahlzeit hat, kehrt wieder Ruhe ein und man hört nur mehr, wie sie zufrieden ihre Pellets zermahlen und beim Heu knabbern. Besonders goldig schaut es aus, wenn sie das Futter zwischen die Vorderpfötchen nehmen und dann abbeißen :-)

Wie man Chins richtig ernährt erfahrt ihr hier.

Am besten sollte man Chins immer ungefähr zur gleichen Zeit füttern, aber nicht unter Tags, da sie um diese Zeit ja überwiegend schlafen. Ich füttere zwischen 19 und 20 Uhr.

 

 

Grundnahrung

 

Die Grundnahrung besteht aus Heu und Chinchilla-Pellets. Jedes Tier bekommt pro Tag etwa  eine Handvoll Heu, das völlig trocken sein muss und auf keinen Fall schimmelig oder muffig riechen darf. Pellets - von denen das Chinchilla täglich einen Esslöffel voll bekommt - bestehen aus gemahlenen Getreidesorten, gepresstem Heu, Vitaminen und Mineralstoffen. Von Pellets, bei denen viele bunte Leckerlis dabei sind, rate ich eher ab, da es Chins gibt, die sich die Leckerlis raussuchen und die Pellets - die für die ausgewogene und gesunde Ernährung sorgen - übriglassen. 

 

Weiters bekommen meine Tiere jede zweite Woche je eine Tablette Calcipot (aus der Apotheke). Zum Nagen gebe ich ihnen Weidenzweige (Palmkätzchen). Apfel-, Birnen- und Haselnusszweige kommen ebenfalls in Frage - sie müssen aber auf jeden Fall ungespritzt sein!

 

 

Leckerlis

 

Auf Leckerbissen fahren Chinchillas voll ab. Trotzdem sollte man mit Leckerlis sparsam umgehen und auf zu fettreiche Kost ganz verzichten, da man ansonsten letztendlich mehr Schaden anrichtet, als Freude bereitet.

 

Ich gebe meinen Tieren maximal einmal wöchentlich Leckerlis. Folgende kommen dabei für mich in Frage:

  • Getrocknete Brennnesselblätter. Schmecken den Nagern und kann man ruhig auch ein bisserl öfters geben.

  • Getrocknete Hagebutten (erhältlich in Reformhäusern)

  • Rosinen. Aufgrund ihres Zuckergehalts gebe ich meinen Chins nur sehr selten welche und wenn, dann nur ein oder zwei Stück.

  • Eine Apfelspalte.

  • Löwenzahn. Aufgrund der Durchfallgefahr bekommt ein Tier von mir maximal ein Blatt pro Woche.

 

Tödlich

 

Leider gibt es Menschen, die ihren Chinchillas Meerschweinchen-, Hamster- oder Kaninchenfutter mit Argumenten wie "Mein Tier ist putzmunter und nicht krank, dieses Futter schadet ihm also nicht" geben. Klar, den Pelznasen schmeckt das fetthaltige Futter, sie ziehen es sogar ihren Pellets vor. Und es ist auch nicht immer so, dass man seine Tiere nach ein paar Wochen tot im Käfig findet, wenn man sie falsch füttert. Aber: Ein Mensch stirbt auch nicht nach ein paar Wochen, nachdem er mit dem Rauchen angefangen hat, an Lungenkrebs. Und so ähnlich ist es auch bei Chinchillas: Sie brauchen ballaststoffreiche Nahrung, falsche Ernährung hat Organschäden und einen vorzeitigen Tod zur Folge. Daher gehören Meerschweinchen-, Hamster- oder Kaninchenfutter und auch Nüsse, Sonnenblumenkerne, Schokolade, Popcorn etc. nicht in Chinchillapfötchen!

 

 

 

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